Geflüchtete kommen ins Sophienhaus

Die Bezirksregierung, und somit das Land NRW, hat das Sophienhaus zeitlich begrenzt übernommen. Im Einvernehmen mit dem Eigentümer werden hier vorübergehend Geflüchtete mit besonderem Schutzbedarf untergebracht. Und das ist gut so! In diesen Zeiten rücken die Menschen näher zusammen, helfen und unterstützen sich, teilen und spenden Trost und Zuversicht. In Bielefeld hat es die Bezirksregierung einen Anruf gekostet, um für 120-130 geschwächte Flüchtlinge einen besonderen Schutzraum in einer leerstehenden Jugendherberge schaffen zu können.

Sehr beschämend ist die Reaktion unserer Verwaltung, dem SPD-Bürgermeister und der CDU. Diese boykottieren Handlungen der Landesregierung in einer Notlage und nötigen die Bezirksregierung zur Beschlagnahme. Unseres Erachtens ist das nicht nötig, da das Haus schließlich für Gesundheitszwecke eingerichtet und betrieben werden soll. Einige Krämerseelen in unserer Stadt meinen mit einer „Bürokratiekeule“ die Grundsätze unserer demokratischen Grundordnung „erschlagen“ zu können. Humanität und Empathie einer Zivilgesellschaft sind in diesen Tagen gefragt.

Das Sophienhaus hat bereits in der Vergangenheit sehr gut als Unterkunft funktioniert und unsere Stadt hatte keinerlei Nachteile durch den Betrieb. Auch in dieser Situation vertrauen wir auf ein gutes Miteinander mit dem DRK und der Nachbarschaft. Wir fordern alle auf, aktiv zu helfen.